Wer Kinder im Garten hat, kennt das sicher: Man kauft mit viel Überlegung ein Spielgerät und plötzlich wird etwas völlig anderes zum absoluten Lieblingsspielplatz. Genau das ist uns mit unserer Matschküche und einem einfachen Erdhaufen passiert.
Heute, zwei Jahre später, können wir sagen: Unsere Kinder würden weder auf die Matschküche noch auf den Matschberg verzichten wollen.
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Unsere Matschküche für 30 Euro
Noch bevor wir unseren Spielturm und den Sandkasten aufgebaut hatten, haben wir bei Lidl eine einfache Matschküche für rund 30 Euro gekauft.
Die Küche steht seitdem das ganze Jahr über draußen und wird bei jedem Wetter genutzt. Trotz des günstigen Preises hat sie erstaunlich lange gehalten und gehört bis heute zu den beliebtesten Spielelementen in unserem Garten.
Besonders schön ist, dass Kinder mit einer Matschküche ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Es entstehen Suppen, Kuchen, Eis oder geheime Zaubertränke aus allem, was Garten und Natur gerade hergeben.

Wie aus einem Erdhaufen ein Matschberg wurde
Bei verschiedenen Umgestaltungsmaßnahmen im Garten blieb eine größere Menge Erde übrig. Unser Boden besteht aus einer Mischung aus Lehm und Sand und eignet sich hervorragend zum Formen und Buddeln.
Die Erde wurde zunächst nur vorübergehend hinter dem Spielhaus gelagert.
Zumindest war das der Plan.
Schon nach kurzer Zeit begannen die Kinder darin zu graben, Tunnel anzulegen und die Erde mit Schaufeln und Eimern im ganzen Garten zu verteilen. Aus dem einfachen Lagerplatz wurde ganz automatisch ein neuer Spielbereich.

Plötzlich hatte der Erdhaufen einen festen Platz im Garten und einen neuen Namen: Matschberg.
Die einzige Regel: Kein Matsch im Sandkasten
Eine Bedingung hatte ich allerdings gestellt: Der Matsch bleibt außerhalb des Sandkastens. Unser Sandkasten sollte sauber bleiben und nicht mit Lehm und Erde vermischt werden.
Mehr Tipps rund um unseren Sandkasten findest du in unserem Sandkasten-Ratgeber.
Die Kinder hielten sich sogar erstaunlich gut an meine Regel. Allerdings fanden sie schnell eine kreative Lösung: Sie transportieren den Sand einfach eimerweise vom Sandkasten zur Matschküche.
Kinderlogik gewinnt.

Der große Materialtransport beginnt
Seitdem läuft im Garten täglich ein kleiner Transportbetrieb. Mit Eimern wird Erde vom Matschberg zur Matschküche gebracht. Anschließend wandert das Material wieder zurück.
Zwischendurch wird umgerührt, geschaufelt, gesiebt und neu verteilt.
Das Erstaunliche daran: Die Kinder beschäftigen sich oft deutlich länger mit diesem einfachen Spiel als mit vielen deutlich teureren Spielgeräten.
Der Geheimtipp: Ein Eimer Wasser
Richtig spannend wird es an warmen Sommertagen. Dann stellen wir einfach einen Eimer Wasser neben die Matschküche.
Innerhalb weniger Minuten entstehen Matschkuchen, Schlamm-Suppen, Burgen aus Lehm, Kanäle und Wasserläufe sowie Fantasiegerichte für die ganze Familie.
Durch den lehmhaltigen Boden erhält der Matsch eine perfekte Konsistenz und lässt sich besonders gut formen. Der zusätzliche Wasser-Eimer sorgt regelmäßig für stundenlange Beschäftigung.
Warum die Kombination aus Spielturm, Matschküche und Matschberg so gut funktioniert
Mittlerweile stehen Matschküche und Matschberg etwa drei Meter voneinander entfernt hinter unserem Spielturm. Dadurch entsteht ein kleiner eigener Abenteuerbereich mit verschiedenen Spielstationen.
Mehr über unseren Spielturm und unsere Erfahrungen damit findest du in unserem Spielturm-Ratgeber.
Gerade die Kombination aus Bewegung, Buddeln und Rollenspielen sorgt dafür, dass die Kinder immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten entdecken.

Einfach ausprobieren statt perfekt planen
Wenn ihr im Garten noch Platz für einen kleinen Matschbereich habt, braucht es dafür nicht viel. Ein Erdhaufen, ein paar Eimer, Schaufeln und etwas Wasser reichen oft schon aus. Unsere Erfahrung zeigt: Gerade solche einfachen Spielideen entwickeln sich manchmal völlig ungeplant zu den beliebtesten Bereichen im Garten.
Unser Fazit: Matschküche oder Matschberg?
Wenn ich unsere Kinder frage, was wir behalten sollen, bekomme ich jedes Mal dieselbe Antwort:
Beides.
Die Matschküche wird täglich genutzt und fördert kreatives Rollenspiel. Der Matschberg lädt zum Buddeln, Transportieren und Experimentieren ein.
Manchmal sind es eben nicht die teuersten Spielgeräte, die Kindern am meisten Freude bereiten, sondern die einfachen Dinge, die ihre Fantasie anregen.

