Unser Sandkasten am Wickey Smart Seaway hat sich bei uns Schritt für Schritt weiterentwickelt. Nachdem wir den ursprünglichen Sandkasten zunächst um eine zweite Bretterreihe und eine umlaufende Sitzbank erweitert hatten, kam nach rund einem Jahr die nächste Herausforderung: Eine vernünftige Abdeckung musste her.
Eine einfache Plane hatten wir bereits im Einsatz. Im Herbst und Winter zeigte sich allerdings schnell, dass diese Lösung für unseren Garten nicht wirklich praktisch war. Der Wind verschob die Plane, Regen drückte sie herunter und Laub von den umliegenden Bäumen – insbesondere von der Weide unseres Nachbarn – landete trotzdem im Sandkasten.
Wir haben uns deshalb für eine etwas aufwendigere Lösung entschieden: einen selbst gebauten Wickey Sandkaten Klappdeckel, der beim Öffnen gleichzeitig zwei Sitzbänke bildet.
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Unser Wickey Sandkasten Klappdeckel auf einen Blick
| Projekt: | Klappdeckel für unseren Wickey Smart Seaway Sandkasten |
| Zeitaufwand: | ca. 12 Stunden |
| Vorbereitung: | ca. 4 Stunden |
| Zusammenbau & Montage: | ca. 8 Stunden |
| Schwierigkeit: | einfach |
| Personen: | problemlos alleine machbar |
| Material: | 12 Douglasie-Terrassendielen + KDI-Balken + 8 Scharniere |
| Deckelfläche: | ca. 162 × 182 cm |
| Funktion geöffnet: | 2 Sitzbänke mit Rückenlehne |
| Höhe geschlossen: | ca. 35 cm + 7 cm Balken |
| Höhe Rückenlehne geöffnet: | ca. 65 cm ab Fallschutz |
Besonderheit: Der Klappdeckel dient gleichzeitig als Abdeckung, Sitzbank, Kletterelement und zusätzliche Ablagefläche.
Inhaltsverzeichnis dieses Beitrages
Unser Ausgangspunkt: Sandkasten mit Sitzbank
Die Ausgangssituation war bereits deutlich komfortabler als beim ursprünglichen Wickey Sandkasten.
Durch unsere erste Erweiterung hatten wir die 14 cm hohe ursprüngliche Sandkasteneinfassung um eine weitere Bretterreihe ergänzt und oben eine umlaufende Sitzfläche angebracht.
Damit war der Sandkasten für uns im Alltag deutlich angenehmer geworden.
Die Sitzbank wurde von den Kindern genutzt, wir Erwachsenen konnten uns dort dazusetzen und gleichzeitig fiel weniger Sand aus dem Sandkasten.
Nach ungefähr einem Jahr Nutzung war allerdings klar: Der Sandkasten brauchte noch eine vernünftige Abdeckung.

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Warum die Plane für uns nicht funktioniert hat
Als Abdeckung hatten wir eine wasserdichte Parkside Abdeckplane 3 × 2 m verwendet.
Beschwert wurde die Plane mit vier etwa 25 cm langen Douglasie-Reststücken. Diese Stücke waren beim Bau unserer Sitzbank-Erweiterung übrig geblieben und eigneten sich dafür eigentlich ganz gut.
Das grundsätzliche Problem ließ sich damit aber nicht lösen.
Herbst und Winter waren der eigentliche Test
Während der Sommermonate war die Plane noch einigermaßen praktikabel. Im Herbst und Winter zeigte sich dann aber, wie problematisch die Lösung bei uns wirklich war.
Wind und Regen verschoben die Plane immer wieder. Dadurch lagen Teile des Sandkastens irgendwann frei.
Das bedeutete:
- Laub landete im Sand.
- Dreck gelangte in den Sandkasten.
- Tiere konnten unter die Plane gelangen.
- Die Abdeckung musste immer wieder neu ausgerichtet werden.
Gerade die Weide unseres Nachbarn sorgt bei uns für ordentlich Laub. Eine Abdeckung, die nach einem windigen oder regnerischen Tag erst wieder richtig positioniert werden muss, war deshalb auf Dauer einfach nervig.
Wir wollten eine Lösung, die einfach funktioniert und nicht ständig nachjustiert werden muss.
Welche Lösungen wir uns angeschaut haben
Die Idee für unseren Wickey Sandkasten Klappdeckel kam nicht komplett aus dem Nichts.
Über Social Media waren wir auf ähnliche Konstruktionen aufmerksam geworden. Außerdem haben wir bei Nachbarn verschiedene Lösungen gesehen.
Dort gab es unter anderem:
- zwei unterschiedliche Planenlösungen
- einen massiven Holzdeckel
Überzeugt hat uns davon nichts wirklich.
Die Planen hatten für uns die gleichen grundsätzlichen Nachteile wie unsere eigene Lösung.
Ein massiver Holzdeckel hätte zwar zuverlässig abgedeckt, wäre aber letztlich nur eine Abdeckung gewesen.
Wir fanden die Idee viel interessanter, die Abdeckung gleichzeitig als Sitzmöglichkeit zu nutzen.
So entstand unser Konzept für einen Sandkasten Klappdeckel mit zwei Sitzbänken.
Die Idee hinter unserem Klappdeckel
Unser Deckel besteht aus insgesamt 12 Douglasie-Terrassendielen.
Auf jeder Seite des Sandkastens bilden sechs Bretter eine bewegliche Konstruktion.
Das Prinzip ist dabei relativ einfach:
- Zwei Bretter bleiben fest mit dem Sandkasten verbunden.
- Zwei weitere Bretter bilden beim Öffnen die Sitzfläche.
- Die letzten beiden Bretter werden zur Rückenlehne.
Geöffnet entstehen dadurch auf der Vorder- und Rückseite des Sandkastens zwei gegenüberliegende Sitzbänke.
Von rechts und links kann man weiterhin in den Sandkasten hinein.
Die weißen KDI-Balken sind dabei nicht nur konstruktive Elemente. Die Balken an den Sitzflächen dienen gleichzeitig als seitliche Armlehnen. Die Balken an den Rückenlehnen sorgen dafür, dass diese beim Öffnen in ihrer senkrechten Position stabilisiert werden.
Das Rot der Douglasienbretter und die weißen Balken waren dabei übrigens bewusst gewählt. Uns gefällt der Kontrast zum roten Spielturm sehr gut.

Unser Material für den Klappdeckel
Für die Deckelflächen haben wir insgesamt zwölf Douglasie-Terrassendielen verwendet.
Material:
- 12 × Douglasie Terrassendiele, 2,8 × 14,5 × 200 cm
- Preis bei OBI: jeweils 9,99 €
- 4 × KDI-Balken 7 × 7 cm, jeweils ca. 25 cm für die Armlehnen
- 4 × KDI-Balken 7 × 7 cm, jeweils ca. 55 cm für die Rückenlehnen
- 8 × Kistenbänder als Scharniere
- Schrauben 5 × 65 mm
- Schrauben 4 × 35 mm
Die vier längeren Balken für die Rückenlehnen haben wir aus zwei 210 cm langen KDI-Balken hergestellt.
Die vorhandenen Douglasie-Reststücke aus unserer Sitzbank-Erweiterung konnten wir ebenfalls weiterverwenden.
Damit mussten wir für die Abdeckung also nicht jedes Bauteil neu kaufen.


Vorbereitung: Sägen, Schleifen und Streichen
Die eigentliche Vorbereitung war überschaubar.
Zunächst wurden die Bretter und Balken zugeschnitten und sämtliche Schnittkanten sorgfältig geschliffen.
Gerade bei den späteren Sitz- und Rückenflächen wollten wir keine scharfen Kanten haben.
Für die Vorbereitung inklusive Sägen und Schleifen haben wir ungefähr zwei Stunden benötigt.

Anschließend wurden die Holzteile gestrichen.
Die Douglasie-Bretter bekamen wieder unser bereits verwendetes Rot. Die Balken wurden weiß gestrichen.
Auch dafür haben wir ungefähr zwei Stunden eingeplant.


Der Zusammenbau auf den Arbeitsböcken
Für den eigentlichen Aufbau haben wir uns einen möglichst ebenen Arbeitsplatz geschaffen.
Die einzelnen Bretter wurden zunächst auf den Arbeitsböcken ausgelegt und ausgerichtet.
Das war tatsächlich einer der wichtigsten Punkte beim gesamten Projekt.
Bevor wir etwas endgültig verschraubt haben, haben wir die einzelnen Elemente zunächst probeweise ausgelegt und kontrolliert, ob alles zueinander passt.
Anschließend wurden die Bretter und Balken miteinander verbunden und die beiden Deckelhälften aufgebaut.

Eine kleine Denkfehler-Geschichte gehört natürlich dazu
Ganz ohne kleinen Denkfehler ging es bei uns natürlich auch nicht.
Bei einer Armlehne hatte ich die Position der Bohrungen zunächst mit einem gedanklichen „2 + 5 + 2“ abgespeichert.
Das Problem: Der Armlehnenbalken ist nur 7 cm breit.
Richtig war also 2 + 3 + 2.
Zum Glück war das kein großes Problem und ließ sich korrigieren.
Ansonsten hat die Konstruktion bei uns tatsächlich direkt so funktioniert, wie wir sie geplant hatten.
Das zeigt aber auch: Wer so ein Projekt selbst plant, sollte sich die eigenen Skizzen während des Baus lieber noch einmal genau anschauen.


Wie lange hat der Bau gedauert?
Insgesamt haben wir ungefähr 12 Stunden für das zusammenbauen des Wickey Sandkasten Klappdeckels benötigt:
- ca. 2 Stunden Vorbereitung, Sägen und Schleifen
- ca. 2 Stunden Streichen
- ca. 8 Stunden für Zusammenbau und Montage am bestehenden Sandkasten
Das Ganze war für mich problemlos alleine machbar.
Die fertigen Deckelhälften sind durch die Douglasie allerdings ziemlich schwer. Das eigentliche Ausrichten und Anbringen am Sandkasten ließ sich trotzdem alleine bewältigen.
Das Ergebnis: Aus dem Deckel werden zwei Sitzbänke
Der eigentliche Überraschungseffekt zeigt sich beim Öffnen.
Aus dem geschlossenen Deckel werden zwei gegenüberliegende Sitzbänke.
Die beiden Sitzflächen liegen dabei rechts und links am Sandkasten. Vorne und hinten bleibt der Zugang zum Sandkasten frei.
Die Konstruktion hat geöffnet ungefähr 65 cm Höhe bis zur Oberkante der Rückenlehne, gemessen vom Fallschutz aus.
Die Sitzflächen selbst werden bei uns tatsächlich genutzt.
Allerdings nicht unbedingt so, wie man bei einer Sitzbank zunächst denkt.
Die Kinder verwenden sie beispielsweise zum Backen mit Sand oder einfach zum Klettern.
Für unseren 15 Monate alten Sohn ist die Bank momentan eher eine kleine Kletterstation.
Und natürlich sitzen auch wir Erwachsenen gelegentlich darauf.



Der geschlossene Deckel wird zur zusätzlichen Spielfläche
Auch geschlossen hat der Wickey Sandkasten Klappdeckel bei uns inzwischen eine unerwartete Zusatzfunktion.
Die Oberseite bildet eine durchgehende, ebene Fläche. Nur die weißen Rückenlehnenbalken stehen als zusätzliche Elemente darüber.
Aktuell stehen darauf regelmäßig unsere großen Sandkipper und das Bobbycar.
Für die Kinder ist der Deckel dadurch fast schon eine zusätzliche Spielfläche geworden.
Wir würden deshalb sagen: Für Kinder ist die Konstruktion problemlos begehbar.
Dass der Wickey Sandkasten Klappdeckel durch das darüberliegende Spielhaus nicht gerade als Terrasse für Erwachsene gedacht ist, versteht sich allerdings von selbst.


Auch das Sandspielzeug kann unter dem Deckel bleiben
Ein weiterer Vorteil hat sich erst im Alltag gezeigt.
Wenn der Sandkasten geschlossen wird, muss das Sandspielzeug nicht mehr komplett herausgeräumt werden.
Schaufeln, Förmchen und andere Spielsachen können einfach im Sandkasten bleiben.
Das macht das tägliche Auf- und Zumachen deutlich unkomplizierter.
Die Abdeckung ist damit für uns nicht nur ein Schutz vor Laub und Tieren, sondern gleichzeitig eine praktische Möglichkeit, den Sandkasten schnell wieder „aufzuräumen“.
Wie gut schützt der Klappdeckel vor Regen und Schmutz?
Nach unserer bisherigen Erfahrung funktioniert die Abdeckung sehr gut.
Vor allem in Kombination mit unserem inzwischen abgedichteten Spielhausdach kommt nur noch sehr wenig Wasser im Sandkasten an.
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Natürlich kann ein Sandkasten trotzdem nass werden, wenn eines der Kinder mit einem Eimer Wasser aus dem Spielhaus oder direkt in den Sandkasten bringt.
Das gehört für uns aber zum Spielen dazu.
Der große Unterschied zur Plane ist: Tiere und Laub können jetzt nicht mehr einfach an einer verrutschten Abdeckung vorbei in den Sandkasten gelangen.
Gibt es auch Nachteile?
Ganz perfekt ist unsere Lösung natürlich nicht.
Der größte Nachteil ist das Gewicht.
Durch die zwölf Douglasie-Bretter ist der Deckel ziemlich schwer. Deshalb öffnen und schließen wir ihn aktuell immer als Erwachsene für die Kinder.
Außerdem fehlt uns momentan noch ein richtiger Griff.
Das Öffnen funktioniert zwar problemlos, aber ein Griff oder eine andere vernünftige Möglichkeit zum Greifen würde die Bedienung noch angenehmer machen.
Das ist vermutlich die nächste kleine Verbesserung, die wir irgendwann noch umsetzen werden.
Sicherheit beim Öffnen und Schließen
Der Deckel kann durch die Konstruktion nicht einfach unkontrolliert zufallen.
Trotzdem übernehmen bei uns immer Erwachsene das Öffnen und Schließen.
Zwischen den beweglichen Bauteilen können grundsätzlich Quetschstellen entstehen. Deshalb sollten Kinder beim Öffnen und Schließen nicht an den beweglichen Bereichen greifen.
Beim Aufbau haben wir außerdem bewusst etwa 3 cm Abstand zu den Pfosten des Spielhauses gelassen.
Unser Fazit nach dem Praxistest
Für uns hat sich der Bau des Wickey Sandkasten Klappdeckels definitiv gelohnt.
Nach ungefähr einem Jahr mit der ersten Sitzbank-Erweiterung war die Plane für uns einfach keine zufriedenstellende Dauerlösung mehr.
Der neue Wickey Sandkasten Klappdeckel löst dagegen gleich mehrere Probleme:
- Der Sandkasten ist zuverlässig abgedeckt.
- Laub bleibt draußen.
- Tiere kommen nicht mehr an den Sand.
- Die lästige Plane gehört der Vergangenheit an.
- Der Deckel wird gleichzeitig zu zwei Sitzbänken.
- Die Sitzflächen können zum Spielen und Backen genutzt werden.
- Spielzeug kann im geschlossenen Sandkasten bleiben.
- Die Oberseite bietet zusätzliche Ablage- und Spielfläche.
Besonders schön finden wir, dass die Abdeckung dadurch nicht einfach nur ein zusätzliches Bauteil geworden ist.
Wir haben aus einer notwendigen Abdeckung gleichzeitig zwei weitere Sitz- und Spielflächen für die Familie gemacht.
Und genau deshalb würden wir die Lösung nach unserer bisherigen Erfahrung wieder so bauen.

Wickey Smart Seaway
Das passende Spielhaus zum Sandkasten Klappdeckel
- Doppelschaukel
- Sandkasten
- Spielhaus
- Treppe und Rutsche
So geht es weiter: Die detaillierte Bauanleitung
Dieser Beitrag soll bewusst kein detaillierter Bauplan sein.
Wir wollten hier vor allem zeigen, warum wir uns für diese Lösung entschieden haben, wie wir den Klappdeckel aufgebaut haben und welche Erfahrungen wir damit im Alltag gemacht haben.
Die genaue Konstruktion steckt aber noch voller Details: Zuschnitt, Maße, Positionen der Scharniere, Befestigung der Balken, Ausrichtung und die einzelnen Arbeitsschritte.
Genau daraus machen wir einen eigenen Beitrag:
Sandkastendeckel selber bauen: Unsere detaillierte Bauanleitung mit 2 Sitzbänken
Dort zeigen wir den Aufbau Schritt für Schritt und gehen auch auf die genauen Maße und die Konstruktion der einzelnen Elemente ein.
Weitere Beiträge aus unserer Sandkasten-Serie
Unser Wickey Sandkasten Klappdeckel ist bereits die dritte größere Erweiterung unseres Sandkastens.
Wenn du den Aufbau von Anfang an verfolgen möchtest, findest du hier die weiteren Beiträge:
- Wickey Smart Seaway Sandkasten: Die Basis aus 4 Brettern
- Wickey Sandkasten erweitern: Sitzbank einfach selber bauen
- Wickey Sandkasten mit Klappdeckel: Unsere Erweiterung mit 2 Sitzbänken
- Matschküche oder Matschberg? Unser unfreiwilliges Experiment
Unser Sandkasten entwickelt sich damit immer weiter – und genau das macht ihn für uns inzwischen zu einem festen Bestandteil unseres Familiengartens.

